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Vietnam

Wir entdecken Hanoi und sind foermlich erschlagen. Das Old Quarter, das alte Zentrum Hanois, besteht aus Motorrollern, Hupen, am Strassenrand kochenden Menschen und Frauen mit Spitzhueten, die sogar kleine Herde in ihren Koerben transportieren. Ein enormes Staunen ob dieser pulsierenden Stadt ueberkommt uns, in der jede Strassenueberquerung zum Abenteuertrip wird. Jede Strasse scheint hier einem Produkt gewidmet zu sein. Einmal findet man nur Schuhe, dann wieder nur Taschen, Badartikel, Moebel, Grabsteine (wir haben sogar einen Grabstein von Britney Spears gesehen). Eine andere Strasse gab sich ganz den Dunstabzugshauben hin.

Am 30.10. besteigen wir erneut ein Boot, das uns einen Tag durch die Halong Bay bringen wird. Wir sitzen an Bord und staunen und staunen. In diesem Gebiet gibt es ca. 1900 Inseln, wobei jeder Fels als Insel zaehlt. Immer wieder tauchen schwimmende Doerfer und Maerkte vor unseren Augen auf. Die Menschen sind berechnend nett und versuchen ganz selbstverstaendlich und immer laechelnd an Geld zu kommen. Am Abend erreichen wir Cat Ba Island, eine der Attraktionen der Gegend. Es gibt eine Kuestenstrasse, einige Restaurants, Bars und Hotels. Ueberall flackern Leuchtpalmen, man wird permanent belaestigt. Man erhaelt den Eindruck, dass Vietnam seine Identitaet noch eine Weile suchen wird, bzw. noch nicht wirklich weiss, in welche Richtung es denn nun gehen soll.

Weiter in Richtung Sueden erleben wir Hoi An Als eine suesse kleine Stadt mit huebschen Laeden, Maerkten mit wundervollen Dingen, die man manchmal gerne besitzen moechte. Die Stadt lebt vom Kunsthandwerk und hat es bisher geschafft, sich selbst treu zu bleiben. Wir sind spaeter noch zum Strand gefahren, ein ganz und gar nicht entspannendes Vorhaben. Es wird auch hier sehr viel verkauft, ein einfaches 'No' ignoriert. Man geniesst die Gesellschaft und setzt sich dazu. Hier sind es nicht die Rastas sondern pedikuerte Fuesse, man kann zwischen mindestens 30 verschiedenenen Nagelackfarben waehlen. Unser Weg fuehrt uns also weiter. Wir sahen uns noch das Weltkulturerbe My Son an, eine imposante Anlage von Tempeln aus dem 7-13. Jhd., die im Vietnamkrieg zu grossen Teilen von amerikanischen Bombern zerstoert wurden, da sich die vietnamesische Armee hier versteckt hielt. Man sieht an einigen Stellen beginnende oder bereits begonnene Restaurierungsarbeiten durch europaeische Archaeologen.

Saigon stellt fuer uns die letzte Station in Vietnam dar. Diese Stadt ist so anstrengend, kopfschmerzverursachend. Der Verkehr ist erschlagend, es gibt noch mehr Motorroller, ueberall wird gehupt, die Luft ist abgasverpestet und ironischerweise traegt beinahe jeder Fahrer eine Atemmaske. Fuer uns ist kein wirkliches Zentrum zu erkennen. Man sucht die Persoenlichkeit dieser Stadt und ebenfalls vergeblich die kleinen Staende an den Strassen.

7.11.06 17:37

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